Betriebsurlaub über die Rauhnächte

Betriebsurlaub über die Rauhnächte

Inspirierende Impulse vom 25. Dezember bis 6. Januar

Wir sind vom 25. Dezember bis 6. Januar 2019 im Betriebsurlaub

und lassen uns von den Rauhnächten inspirieren.

 

Wir bitten Sie vorab eine E-Mail über unser Kontaktformular zu senden. Diese beantworten wir ab dem 5. Januar 2019. Wir nehmen uns gerne im Anschluss die Zeit für ein persönlichen Telefontermin bzw. Vorort-Termin in Ortenburg.

 

Ursprung und Bedeutung der Rauhnächte

Die Rauhnächte - auch Rauchnächte genannt - haben eine uralte Tradition. Die Zeit zwischen den Jahren, die sogenannte Transitzeit, erscheint wie eine zauberhafte Nicht-Zeit, geschenkte Zeit oder auch Schwellenzeit. Entstanden ist sie durch die Differenz in der Zeitrechnung des Sonnen- und Mondjahres. Das Mondjahr besteht aus 354 Tagen, das Sonnenjahr hingegen aus 365 Tagen.

 

Diese Differenz von 11 Tagen und 12 Nächten gilt von jeher als eine besonders magische Zeit.  Eine Rauhnacht dauert von Mitternacht bis Mitternach.

Am 6. Januar ist der "Spuk" vorbei (und wir sind wieder ab dem 7. Januar aus unserem Betriebsurlaub).

 

Diese 12 Nächte symbolisieren den Jahreskreis, und dementsprechend steht jede Rauhnacht für einen Monat des Jahres.

 

Viele Traditionelle Verhaltensregeln für die Rauhnächte sind bis heute überliefert. Versetzten wir uns in vergangene Zeiten zurück, in denen das Leben wesentlich beschwerlicher und unwägbarer war als heute, können wir nachvollziehen, wie sie zustande kamen: Die Welt verschwand unter einer dicken Schneeschicht, die wenigen mühsam angelegten Vorräte waren knapp, die Brunnen zugefroren. 

 

Der Himmel war dunkel, und die einzige Stube im Haus wurde nur vom kostbaren Feuer erhellt und gewärmt (wie bei einem Tiny House), während draußen der Wind tobte. Da kann man sich gut vorstellen, wie Familien zusammenrückten und das geschäftige Leben zwangsläufig zur Ruhe kam.

In dieser Zeit gingen Sagen um, die alle möglichen Erscheinungen durch das Wirken von Geistern und Göttern erklärten. Einige Verhaltensregeln dienten dazu, diese Wesen milde zu stimmen. So durfte Wäsche nicht im Freien aufgehängt werden, damit sich die umherziehenden Geister nicht darin verfingen und man nicht ihrem Zorn zum Opfer fiel. Alles, was sich drehte, insbesondere Spindel und Spinnrad, sollten stillstehen. Streitigkeiten sollten beigelegt und offene Verbindlichkeiten beglichen werden. Das Orakel wurde befragt, um Sicherheit für das kommende Jahr zu bekommen. Gebete, Zauber-, Bann- und Heilsprüchen gehörten wie selbstverständlich zum Alltag, um der permanenten Bedrohung durch Krankheit, Hunger und Tod zu entgehen. 

Die Zyklen des Lebens und der Natur waren unseren Ahnen och viel näher als den meisten eher städtisch geprägten Menschen unserer wissenschaftlich aufgeklärte Zeit.

 

Dennoch spüren auch viele Menschen heute eine tiefe Sehnsucht nach einem Leben im Einklang mit der Natur und nach Spiritualität.

Sie besinnen sich wieder auf ihre kulturellen Wurzeln und beginnen, alte Bräuche in abgewandelter Form neu zu beleben und zu gestalten. In diesem Sinne möchten wir Ihnen mit den oben stehenden Zeilen Anregungen geben, die Rauchnächte, in einem modernen Rahmen und auf eine Weise zu erfahren, die Ihnen entspricht.

 

Sie wünschen Kontakt zu uns?

 

Wir bitten Sie vorab eine E-Mail über unser Kontaktformular zu senden. Diese beantworten wir ab dem 5. Januar 2019. Wir nehmen uns gerne im Anschluss die Zeit für ein persönlichen Telefontermin bzw. Vorort-Termin in Ortenburg.


Quellenverweis und Literaturvorschläge 

  • Elfie Courtenay: Rauhnächte. Die geheimnisvolle Zeit zwischen den Jahren. München 2013
  • Nayoma de Haén: Das Mysterium der Raunächte. Burgrain 2012
  • Heinrich Dickerhoff: Keltische Märchen und Sagen zum Erzählen und Vorlesen. Krummwisch 2012
  • Christine Fuchs: Räuchern im Winterzeit und Raunächten. Stuttgart 2012
  • Valentin Kirschgruber: Das Wunder der Rauhnächte. München 2013
  • Maren Schneider: Achtsam durch die Rauhnächte - Inspirierende Impulse zum Jahreswechsel. O. W. Barth Verlag München 2017

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Kommentare: 2
  • #1

    Elke Maier (Donnerstag, 13 Dezember 2018 17:05)

    Ich finde es echt toll, dass ihr mal wieder auf die Ruhe und Besinnung verweist. Eure Wagen sind ja ein toller Rückzug vom gestressten Alltag. Ich melde mich auf alle Fälle bei euch. Die Anfrage bekommt ihr jetzt über euer Kontaktformular. Bitte meldet euch baldmöglich. Ich möchte unbedingt im Frühling einen kleinen Wagen von euch. MfG, Elke Maier

  • #2

    Sebastian (Donnerstag, 13 Dezember 2018 20:04)

    Endlich weiß ich, warum man die Wäsche nicht nach den Feiertagen raushängen darf. Nicht schlecht, eure Beiträge über die Feiertage. Es wäre schön, wenn ihr im kommenden Jahr wieder einen Schausamstag anbietet. Gruß, Basti