Berichte

Die Presse über Holzbau Pletz

Die Zukunft des Wohnens ist mobil, minimalistisch - und mehr?

(Artikel aus www.muw-nachrichten.de von der Redaktion am 26. September 2018 - Arnstorf)

 

Das laute Brummen von einem VW Allradantrieb-Wagen mit fünf Meter langem Anhänger unterbrach die sonst so idyllisch friedliche Atmosphäre im Hof der Familie Kuby am letzten Montag.

Familie Pletz trafen mitsamt Tiny House und dazugehöriger Treppe ein, welche mit “etwas mehr nach rechts”, “weiter, weiter, gut!” im Garten des Hauses stationär gemacht wurden. Bald darauf erschienen auch Patricia Steinberger und Alexander Hertel als weitere Referenten. Bis die Veranstaltung dann offiziell startete, war die Wiese vor dem historischen Bauernhaus komplett zugeparkt und Interessenten aus allen Altersklassen versammelten sich bei einer Kartoffelsuppe aus regionalen Zutaten in dem sogenannten Wahlkampf-Camp des Landtagskandidaten Valentin M. Kuby und Bezirkstagskandidaten Benjamin Lettl um einen Einblick in eine Zukunftsmöglichkeit des Wohnens zu bekommen.

 

Dieses Thema liegt vor allem Patricia Steinberger am Herzen, die sich als Oberbürgermeisterkandidatin der Landshuter SPD mit dem Projekt “1000 Wohnungen für Landshut” aktiv für neuen bezahlbaren Wohnraum für Landshuter BürgerInnen einsetzt. “Die Suche nach leistbarem Wohnraum entwickelt sich zur nahezu unlösbaren Aufgabe,” meint die Politikerin. Deshalb waren sich alle im Raum einig, dass Möglichkeiten zum alternativen Wohnen nicht nur eine tolle Idee, sondern eine Notwendigkeit sind. Natürlicherweise kam dabei die Frage auf, ob solche Tiny Häuser diese Wohnungsknappheit nicht lösen könnten?

 

Dazu versammelten sich alle Anwesenden bei dem romantischem Schein des Vollmondes vor dem Tiny House, das Petra und Alexander Pletz in ihrer Zimmerei als Pioniere in ihrem Bereich in vielerlei Ausführungen anfertigen. Die circa fünf Meter lange und gut zwei Meter breite Hütte beherbergt alles, was man zum Leben braucht: Ein großzügiges Badezimmer, eine Küche und ein breites, bequem anmutendes Doppelbett. Sogar Platz für Schränke, einem Stauraum unter dem Bett und einem kleinen Holzofen gibt es. “Natürlich kann jeder die Einrichtung seines Tiny Houses individuell gestalten,” erklärte Frau Pletz nachdem jeder einmal einen Blick in das Haus auf Rädern werfen konnte und sich dank den herbstlich kühlen Temperaturen um eine Feuerschale versammelt hatte. Stolz präsentierte die Familie auch, wie einfach sich ihr Tiny House anschließen lässt und damit fast sofort bewohnbar gemacht werden kann.

 

Eine Baugenehmigung braucht man mit diesen Häusern auch nicht, solang sie unter der 75 Kubikmeter-Grenze bleiben. Das war auch einer der Gründe, wieso Physiotherapeut und Hobby-Rennbiker Alexander Hertel sich dazu entschlossen hatte, ganz spontan mal ein eigenes Tiny House anzufertigen. Dieser investiere viel lieber in ein eigenes Haus als Miete zu zahlen. “Mein Motto ist: Einfach machen!”, was der 23-jährige auch tat. Nach 9 Wochen war sein selbst designtes und selbst gebautes Haus bewohnbar und einen Monat später endlich komplett. Stolze 7,80 Meter lang, 2,55 Meter breit und vier Meter hoch ist sein DIY Heim. Was dabei natürlich nicht fehlen durfte: Eine Badewanne und Platz für seine Fahrräder. Auf die Frage, wieso er sich für den minimalistischen Lebensstil entschieden hat antwortete Hertel: “Als ich mit meinem Camper unterwegs war, ist mir aufgefallen, wie wenig man eigentlich braucht, um zufrieden Leben zu können.” Auf eine gewisse Weise sei es auch befreiend. Dazu fügte Frau Pletz bei, dass viele ihrer Kunden sich entlastet fühlen würden, seit sie in einem Tiny House wohnen.

 

 

Das lässt wundern: Lassen sich mit Tiny Houses nicht vielleicht auf einen Schlag mehrere Probleme lösen? Bezahlbarer Wohnraum, Mobilität und eine Befreiung vom Materiellen Überfluss, in dem heutzutage die meisten von uns leben.


Tiny House: Weniger ist immer noch genug

(Artikel aus www.swr3.de von von Brigitte Egelhaaf am 16. August 2018)

 

Silke Johnson besaß mal ein Reihenhäuschen. Da sie beruflich aber sehr viel unterwegs ist, machte das irgendwann gar keinen Sinn mehr. Also, verkleinern. Erste Idee: ein Wohnmobil! Unpraktisch. Damit kann man ja nirgendwo parken in der Stadt. Ein Wohnwagen? Nein, zu viel Plastik. Jetzt wohnt sie in einem sogenannten Tiny House. Ganz aus Holz.


Das Tiny House als günstiges Büromodell

(Artikel aus www.aiomag.de von Sabrina Lieb am 18. Dezember 2017)

 

 

Tiny Houses sind längst nicht mehr nur eine nette Wochenendabwechslung für Idyllsuchende. In Zeiten steigender Mietpreise werden die Minihäuser zunehmend auch als alternatives und kostengünstiges Büromodell immer interessanter. Worin die einen ein unerwartetes Sparpotential sehen, erfreuen sich die anderen an der Möglichkeit, ihr mobiles Büro ganz nach ihren Wünschen auszustatten. Der Reiz, sich nicht nur privat sondern auch beruflich auszuklinken, erreicht jetzt auch die Arbeitswelt: „Immer mehr wollen aus der Hektik fliehen und sich bewusst einen Rückzugsort schaffen“, so Alexander Pletz, der in Ortenburg im niederbayerischen Landkreis Passau Tiny Houses an den Mann bringt. Zusammen mit seiner Frau Petra plant und baut der Inhaber einer Zimmerei individuelle Minihäuser.


Ein Leben auf Rädern: Zimmerei baut Zirkuswagen

(Artikel aus der PNP am 17. Februar 17) 

 

Es riecht nach Zirbelholz, Fichte und Kiefer. In der Ecke verströmt ein kleiner, schwarzer Holzofen Wärme, auf dem Holztisch stehen Kaffee und Krapfen bereit. Das Beige der Sitzbänke spiegelt sich in den Wänden, Armaturen, Tischen und Schränken wider.

 

Was klingt wie die Einrichtung eines schwedischen Holzhauses, steht auf dem Hof der Zimmerei Pletz in Isarhofen bei Ortenburg und benötigt rund 14 Quadratmeter Fläche. Und hat vier Räder unter sich – es ist nämlich ein Zirkuswagen, einer, der es in sich hat: ein abgetrenntes Bad mit Dusche, Waschbecken und WC. Ein Zwei-Platten-Herd, Kühlschrank und ein Stehtisch mit zwei Stühlen gehören ebenso zum Interieur wie eine Sitzbank für vier Personen, die sich einfahren und so zum Bett umfunktionieren lässt. Behaglichkeit auf 14 Quadratmetern: Geheizt wird in dem Zirkuswagen mit Holzofen, gekocht auf zwei elektrischen Herdplatten. Im Hintergrund sieht man das mit Dusche und WC ausgestattete Bad. Behaglichkeit auf 14 Quadratmetern: Geheizt wird in dem Zirkuswagen mit Holzofen, gekocht auf zwei elektrischen Herdplatten. Im Hintergrund sieht man das mit Dusche und WC ausgestattete Bad.

 

"Ich habe im Internet das Video vom Lanz Leo gesehen, der mit seinem Bulldog-Traktor und angehängtem Wohnwagen von Eggenfelden bis nach Italien gefahren ist", sagt Zimmerermeister Alexander Pletz. Der inzwischen verstorbene Leonhard Speer, besser bekannt als Lanz Leo, stammte aus dem niederbayerischen Mitterrohrbach (Landkreis Rottal-Inn) und war für seine Liebe zu alten Lanz-Traktoren und die spektakuläre Italien-Fahrt bekannt geworden. "Das hat mich inspiriert", sagt der 50-Jährige. Die Idee zum eigenen Bauwagenbau in seiner Zimmerei, die er zusammen mit Ehefrau Petra Pletz seit dem Jahr 2000 betreut, war geboren. (tme)

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Das schreibt die Presse über uns
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Kunst auf 8 Quadratmetern

(Artikel aus dem Mühlheimer Tagesblatt) 

 

Verein Zugperd schickt Streetworker mit "mobiler Anlaufstelle" zu den Treffpunkten der Jugendlichen. 

Der Verein Zugpferd macht seinen Namen alle Ehre: Er zieht künftig im Auftrag der Stadt mit einer Art Wohnwagen mit einem oder zwei Streetworkern an Bord dorthin, wo die Jugendlichen sind.

 

Robin verfeinert noch die Fäden im Traumfänger: Einen Skater und einen Wolf haben sie schon mit der Spraydose auf die Außenwand gebracht. Dazu hat die Kunstpädagogin Birgit Gutmann, die an der Goetheschule tätig ist, die von den Schülern ausgewählten Motive abfotografiert und in der Dämmerung auf den Wagen projiziert. Mit einem dünnen Stift hat sie die Konturen gezogen, das Team malt die Objekte am nächsten Tag aus. Ein halbes Dutzend Jugendliche hat sich gemeldet, als Christina Kleinschmidt und Anni Wald im Juz nachfragten, wer bei der Gestaltung der "mobilen Anlaufstelle" mitmachen möchte. Mehr Details im unten stehenden Zeitungsartikel.